Ghislaine Leung

Commitments

Ghislaine Leung, Commitments, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Ghislaine Leung, Four Years in Ten Years in Twenty Years, 2024, Detail, in: Ghislaine Leung, Commitments, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel. Score (Anweisung): Eine drei-stöckige Jubiläumstorte, um vier Jahre als Mutter, zehn Jahre als Künstlerin und zwanzig Jahre in ihrer Partnerschaft zu feiern.

Ghislaine Leung, Commitments, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Ghislaine Leung, Leave, 2024, Detail, in: Ghislaine Leung, Commitments, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel. Score (Anweisung): Eine Wand entspricht allen Tagen eines Jahres. Die 118 Tage zwischen einer AusstellungderKünstlerin und der kommenden werden als tomatenfarbenes Rechteck gezeigt. Die 37 Tage, an denen die Künstlerin in dieser Zeit aufgrund einer Operation unbezahlt krankgeschrieben war, werden als mandarinenfarbenes Quadrat gezeigt.

Ghislaine Leung, Commitments, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Ghislaine Leung, Care, 2024, Detail, in: Ghislaine Leung, Commitments, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel. Score (Anweisung): Eine Wand entspricht allen Tagen eines Jahres. Die 2016 Stunden für Kinderbetreuung, die die Künstlerin in Anspruch nehmen müsste, um in Vollzeit arbeiten zu können, werden als bananenfarbenes Rechteck gezeigt. Die von der britischen Regierung unterstützten 1140 kostenlosen Kinderbetreuungsstunden werden durch ein kobaltblaues Quadrat gezeigt.

Ghislaine Leung, Commitments, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Ghislaine Leung, Commitments, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Ghislaine Leung, One Hundred Seventy-Five, 2024, Installationsansicht, in: Ghislaine Leung, Commitments, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel. Score (Anweisung): Eine grosse, schwarze aufblasbare Figur, welche die Anzahl der Tage benennt, die die Künstlerin für ihr Ausstellungshonorar von 3.000,00 CHF entsprechend des in «Structurally F–cked» von Industria und a-n The Artists Information Company errechneten Durchschnittslohns von 1,88 GBP pro Stunde für die Produktion von Kunstwerken und den Betrieb einer Ausstellung arbeiten würde. Die Figur darf acht Arbeitsstunden täglich an insgesamt 175 Tagen von Beginn der jeweiligen Laufzeit einer Ausstellung an aufgeblasen werden.

Ghislaine Leung, Commitments, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Ghislaine Leung, Jobs, 2024, Installationsansicht, in: Ghislaine Leung, Commitments, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel. Score (Anweisung): Eine Auflistung der Berufe, die die Künstlerin ausgeübt hat.

Ghislaine Leung, Surgery, 2024, ohne Ansichtsbild, in: Ghislaine Leung, Commitments, Kunsthalle Basel, 2024. Score (Anweisung): Der Anteil an Körpermasse der Künstlerin, die bei der Gebärmutterentfernung entfernt wurde, als Teil eines Raums, der unzugänglich ist. Von diesem Kunstwerk dürfen keine Abbildungen gemacht werden.

Ghislaine Leung, Holdings, 2024, Installationsansicht, in: Ghislaine Leung, Commitments, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel. Score (Anweisung): Ein Objekt, das kein Kunstwerk mehr ist.

Ghislaine Leung, Commitments, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2024, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Ausstellungstext (PDF)

Für ihre erste institutionelle Ausstellung in der Schweiz präsentiert die britische Künstlerin Ghislaine Leung (* 1980) eine neue Serie von Werken, die auf scores (Anweisungen) basieren. Leungs künstlerische Praxis zeichnet sich durch einen strengen, konzeptuellen und persönlichen Ansatz aus, der oft physische und wirtschaftliche Kreisläufe genauso verfolgt wie institutionelle und gesellschaftliche Mechanismen. Das Ergebnis sind Kunstwerke, die aus ihrem Interesse an den verschiedenen Strukturen hervorgehen, die Waren, Orte und menschliche Beziehungen zugrunde liegen.