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    <title>Kunsthalle Basel: Ausstellungen (Deutsch)</title>
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    <description>Kunsthalle Basel: Ausstellungen (Deutsch)</description>
    <language>de</language>
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      <title>13. Jan–18. Mrz: Cevdet Erek – Week</title>
      <link>http://www.kunsthallebasel.ch/ausstellungen/aktuell/111</link>
      <description>Die Kunsthalle Basel freut sich, die erste institutionelle Einzelausstellung des in Istanbul lebenden Künstlers Cevdet Erek in Europa zu präsentieren.  

Ereks Arbeiten entstehen nicht im Atelier und …</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Kunsthalle Basel freut sich, die erste institutionelle Einzelausstellung des in Istanbul lebenden Künstlers Cevdet Erek in Europa zu präsentieren.  </p>

<p>Ereks Arbeiten entstehen nicht im Atelier und sind an kein bestimmtes Medium gebunden, vielmehr formuliert der Künstler mit jeder von ihnen ein Statement in einem spezifischen Kontext, indem er sich der Medien und Formate bedient, die jeweils am besten geeignet sind, die Idee sichtbar zu machen – oder diese Idee mit geringstem visuellen Aufwand lediglich anklingen zu lassen. Daher arbeitet Erek häufig mit vergänglichen Formen wie Live-Sound und Performance. Das Interesse des Künstlers an Sound und Rhythmus begründet sich aus seinem Lebenslauf. Erek, der an der Mimar Sinan Universität der schönen Künste in Istanbul Architektur studierte, um dann vier Jahre in einem Architekturbüro zu arbeiten, bewegte sich bereits früh auch in der dynamischen Musikszene von Istanbul; er promovierte später an der musikalischen Fakultät am Zentrum für Musikwissenschaft der Technischen Universität Istanbul und spielt heute Schlagzeug in der von ihm mitbegründeten Istanbuler experimentellen Rockband Nekropsi.  </p>

<p>In der Ausstellung in der Kunsthalle Basel ist die neue Arbeit <em>Week</em> (2012) zu sehen, die für den geräumigen, durch ein Oberlicht illuminierten Saal im Obergeschoss konzipiert wurde. Zusätzlich zu der Installation im Ausstellungsraum wurde im Fenster über dem Haupteingang der Kunsthalle eine grosse, blinkende LED-Anzeigetafel <em>WEEK</em> (2012) angebracht, die den Passanten auf der Strasse die Installation im Oberlichtsaal ankündigt. Damit wandelt sich das Erscheinungsbild der nüchternen, klassizistischen Fassade des Gebäudes in das einer nächtlichen Partylocation, wie sie in der ansonsten herrschaftlichen Nachbarschaft von Grossbasel, dem alten Stadtzentrum, das Museen, Theater, Galerien und andere Stätten der Hochkultur beheimatet, kaum zu erwarten ist. Gleichzeitig jedoch befindet sich nur knapp hundert Meter von der Kunsthalle entfernt der legendäre Barfüsserplatz, der noch immer der beliebteste Treffpunkt für die Jugend aus Basel und der gesamten Agglomeration ist, die sich hier freitags und samstags versammelt, bevor sie in die Bars und Clubs der Steinenvorstadt verschwindet, einer geschäftigen und etwas schäbigen Fussgängerzone, die an dem Platz endet (bzw. beginnt). Die <em>WEEK</em>-Tafel stellt eine Verbindung zu dem Nachtleben her, das sich rund um den Platz abspielt, doch da die Ausstellung von Cevdet Erek nur tagsüber geöffnet ist, wird auch ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Club und einer Kunstinstitution deutlich. Eine weitere LED-Arbeit, <em>Day</em> (2011), ist in den Ausstellungsräumlichkeiten installiert – blaue Lichtfelder, unterbrochen durch dunkle Intervalle, laufen über das LED-Modul und repräsentieren sämtliche Tage von Ereks Ausstellung; sie setzen sich jeweils aus einer bestimmten Anzahl von Pixeln zusammen, entsprechend den Veränderungen der Tageslänge in Basel zwischen dem 12. Januar und dem 4. März, wobei je eine leuchtende Diode für eine Minute Tageslicht steht.  </p>

<p>Die Hauptinspirationsquelle für Ereks Arbeit in der Kunsthalle ist der typische Raum eines Clubs – wie etwa das berühmte <em>Weekend</em> in Berlin. Zum Eingangsbereich eines Clubs gehört üblicherweise ein Korridor, der von der Aussenwelt in den Innenraum führt, ein Übergang, der den Gästen keine Zeit lässt, um ihre Wahrnehmung anzupassen: Die Veränderung der Gegebenheiten, von der Normalität des alltäglichen Lebens draussen zur Feier des Sieges über die Sonne in der Wochenendnacht, ist radikal und abrupt. Der Club ist ein sozialer Raum, der sich durch eine Vielzahl sorgfältig aufeinander abgestimmter Elemente kennzeichnet, die sich zu einem umfassenden Angriff auf die Sinne vereinen: der Beat der Musik, die Lichter und der Rauch, die Hitze der Menge, der Alkohol und die Drogen. Und all dies sind genau die Dinge, die aus der Erfahrung eines Museumsbesuchers normalerweise ausgeschlossen bleiben.  </p>

<p>Die Arbeit <em>Week</em> spricht das zentrale Thema in Cevdet Ereks vielfältiger Praxis an: die wechselseitige Übersetzung und Durchlässigkeit zwischen den scheinbar verschiedenartigen Repräsentationssystemen, mit denen wir die uns umgebende Welt begreifen und die unser Leben strukturieren – die Vermessung des Raums (im metrischen System), der Zeit (mittels Kalender und Uhr) und des musikalischen Tempos, gemessen als konstante Zahl von Beats pro Minute. Der Künstler verbindet diese scheinbar objektiven Messsysteme mit anderen, offenbar zufälligen, wie etwa der Zeitleiste von historischen Ereignissen oder dem variablen Rhythmus einer musikalischen Improvisation.  </p>

<p>Die Ausstellungsarchitektur im Saal wurde um das Rechteck des imposanten Oberlichts herum konstruiert und betont somit die Tatsache, dass die Ausstellung, im Gegensatz zum Club, nur bei Tageslicht zu betrachten ist (das lediglich bei zwei Anlässen durch Kunstlicht ersetzt wird: während der Eröffnung sowie in der darauffolgenden Nacht, der Museumsnacht). Im Zentrum des Raums steht eine wie ein Totempfahl wirkende Lautsprecheranlage (von der Firma Turbosound, die auch Clubs und Freiluft-Rockkonzerte ausstattet). Der isolierte Beat – aus Samples eines akustischen Schlagzeugs – fungiert als eine Art Diagramm; statt zur auditiven Verführung mit dem Ziel, die Kontrolle über Körper und Geist der Besucher zu erlangen, wird er als eine einfache, fast grafische Repräsentation eingesetzt, als Soundminimum. Klanglich ist die Arbeit als Hör-&#8220;Raster“ aus sieben Beats komponiert, die auf der nicht naturgegebenen, sondern vom Menschen festgelegten Einteilung der Woche und deren Einheiten beruhen – den sieben Tagen. Diese sieben Tage werden in mehreren verschiedenen Versionen gespielt, die sich in einem Loop verbinden: in Ereks <em>Week</em>.</p>

<p>Die Ausstellung wurde grosszügig unterstützt von:
<strong>Regent Lighting</strong>, <strong>george foundation</strong>  </p>

<p>Mit Unterstützung von: <strong>MIAM, Istanbul Technical University</strong>  </p>

<p><strong>Cevdet Erek</strong> (*1974 Istanbul/TR) lebt und arbeitet in Istanbul. Erek studierte 1992-1999 Archi-tektur an der Mimar Sinan Universität der schönen Künste in Istanbul sowie 2000-2003 Klang-Engineering und Design am Center for Advanced Studies in Music an der Technischen Universität Istanbul. 2005-2006 war er artist in residence an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. 2011 promovierte Erek in Musik am Center for Advanced Studies in Music an der Technischen Universität Istanbul.  </p>

<p><strong>Einzelausstellungen (Auswahl):</strong> <em>Update</em>, Akinci Gallery, Amsterdam (2011); <em>Ahmet Cevdet Bey</em>, zusammen mit Ahmet Öğüt, Overgaden, Kopenhagen (2011); <em>El Ele</em>, zusammen mit Anna Boghi-guian, Rodeo Gallery, Istanbul (2009); <em>Ankara Modern 1</em>, Masa, Istanbul (2009); <em>Side by Side</em>, m3, Göteborg (2009); <em>On the day I fix a turbine to my belly</em>, Lokaal 1, Antwerpen (2009); <em>A Few Retrospectives</em>, Galerie Akinci, Amsterdam (2008). <strong>Gruppenausstellungen (Auswahl):</strong> <em>Untitled</em>, 12th Istanbul Biennial, Istanbul (2011); <em>Aksak Ritim/Odd Time Beat</em>, Rodeo Gallery, Istanbul (2011); <em>Art of Climbing Mountains</em>, 303 Gallery, New York (2011); <em>Tactics of Invisibility</em>, Arter, Istanbul (2011); <em>Out of Place</em>, Darat al Funun, Amman (2011); <em>Out of Place</em>, Tate Modern, Level 2, London (2011); <em>Another Country</em>, IFA, Berlin (2010); <em>Unincorporated</em>, Manzara Perspectives, Istanbul (2010); <em>Tactics of Invisibility</em>, Tanas, Berlin (2010); <em>Home Works 5</em>, Ashkal Alwan for Contemporary Arts and the Home Works Academy, Beirut (2010); <em>Tactics of Invisibility</em>, TBA21, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien (2010); <em>I’m not there</em>, Center for Curatorial Studies, Bard College, New York (2009); <em>Centry – Fugacions</em>, La Capella, Barcelona (2009); <em>Columns Held Us Up</em>, Artists Space, New York (2009); <em>Manifesty Destiny</em>, Extra City, Antwerpen (2009); <em>Istanbul, traversées</em>, Palais des Beaux-Arts, Lille (2009); Just in Time, Stedelijk Museum CS, Amsterdam (2006); <em>Poetic Justice</em>, 8th Istanbul Biennial, Istanbul (2003). <strong>Performances (Auswahl):</strong> <em>Activity Report</em>, Salon, IKSV, Istanbul (2010); <em>Dokuman</em>, zusammen mit Taldans, Centre National du Danse, Paris (2010); <em>SSS</em>, Extra City, Antwerpen (2009); <em>Independence Month</em>, Artist Space, New York (2009); <em>The day I fix a turbine to my belly</em>, Lokaal 1, Antwerpen (2009); <em>Graf</em>, zusammen mit F. Sizanli, M. Kaplan, E. Devries, Istanbul Dance Festival, Istanbul (2008); <em>4/4</em>, zusammen mit Nekropsi, Platform Garanti, Istanbul (2007); <em>SSS</em>, Stedelijk Museum, Amsterdam (2006); <em>Unruhe Bitte</em>, zusammen mit Alexandra Bachzetsis, Gessneralle, Zürich (2005).</p>
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    </item>
    <item>
      <title>29. Jan–18. Mrz: Hannah Weinberger – When You Leave, Walk Out Backwards, So I’ll Think You’re Walking In</title>
      <link>http://www.kunsthallebasel.ch/ausstellungen/aktuell/112</link>
      <description>Die Kunsthalle Basel freut sich, die erste Einzelausstellung der Schweizer Künstlerin Hannah Weinberger zu präsentieren.   

Ein Werk aus der Gemeinschaft heraus zu entwickeln ist essentieller …</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Kunsthalle Basel freut sich, die erste Einzelausstellung der Schweizer Künstlerin Hannah Weinberger zu präsentieren.   </p>

<p>Ein Werk aus der Gemeinschaft heraus zu entwickeln ist essentieller Bestandteil der künstlerischen Praxis Weinbergers. So schlossen bisherige Arbeiten die Mitarbeit anderer in der jeweiligen Ausstellung teilnehmender Künstler ein. Die performative Produktion von Musik und Sound an den Eröffnungen der Ausstellungen bildete nicht nur einen Rahmen, der die Arbeiten anderer Künstler einschloss, dieser wurde vielmehr auch von den anderen mit produziert. Ihre Arbeit ging in den Raum über und basierte auf einer kollektiven Zusammenarbeit. Die Verwendung von unterschiedlichen Genres innerhalb ihrer Arbeit zeichnet Weinberger dahingehend aus, dass sie die Grenzen einer Jugendkultur aufhebt, die sich vor allem durch ihre Zugehörigkeit zu einem Genre und dem damit verbundenen Lebensstil definiert. Diese Aufhebung von Grenzen und die gleichzeitige offene Arbeitsweise stellen die Rolle hierarchischer Prozesse innerhalb der Kunst der Gegenwart in Frage und legen einen Fokus auf die Wichtigkeit und Präsenz kollektiven Schaffens unserer Zeit.  </p>

<p>Als Vertreterin einer Generation, die unbegrenzten Zugriff auf Informationen und Medien hat, siedelt Weinberger ihre Arbeit in der Erzeugung von Musik- und Sound-Performance an. Die Verfügbarkeit von bezahlbarer Technologie erlaubt es jedem hochwertige Musik- oder Film-Produktionen zu starten und sie gleichzeitig zu distribuieren. Damit lösen sich die Grenzen sowie die Hierarchie von künstlerischer Produktion dahingehend auf, dass eine Person Zugriff auf alle Schritte hat, die nötig sind eine Arbeit der breiten Masse zu präsentieren. Online-Plattformen wie YouTube und andere sind dabei nur ein Teil des Ganzen, welches den Vertrieb von Filmen und Musik-Produktionen dieser neuen Generation fördert. Dabei bestimmt die Mehrheit was gefällt und grosse Konzerne werden durch die Anzahl der ‚Klicks’ auf bestimme Titel aufmerksam um diese in ihre Vertriebsstruktur zu übernehmen. Die Entdeckung und Auswahl von künstlerischen Werken wird nicht mehr nur einer kleinen Zahl  von Personen und Talent-Scouts überlassen. Ein vorproduziertes, zusammengestelltes Album verliert an Wichtigkeit, da sich die <em>Playlist</em> kontinuierlich ändert. Musik wird so zu einem Datenstrom von Geräuschen. Tracks von Freunden per Email empfangen, ergänzen gekaufte Tracks mit selbstkomponierten oder aus dem Internet heruntergeladenen.   </p>

<p>Für die Kunsthalle Basel produzierte Weinberger eine ortsspezifische Soundinstallation. <em>When You Leave, Walk Out Backwards, So I’ll Think You’re Walking In</em> ist dabei Ausstellungs- und Werktitel. Musik und Sound füllen die unteren fünf Säle der Kunsthalle Basel und präsentieren sich visuell allein durch die sichtbare Platzierung der Lautsprecher; Vorhänge an den Wänden der Säle sorgen für die Absorption des Echos. Zum ersten Mal zeigt sich Weinbergers Arbeit allein und einzig durch Musik und Sound. Die Arbeit steht für sich und arbeitet mit der Aufteilung der Räume. Die kollektiven Prozesse vorheriger Arbeiten finden hier nicht statt. Um die 22 Stunden Sound hat Weinberger für ihre Ausstellung produziert. Dabei laufen elf Loops auf elf Kanälen, die Weinberger auf die Räume aufgeteilt hat und die sich auf Grund ihrer unterschiedlichen Länge permanent neu mischen. Der <em>Grand Opening Soundtrack</em> der Einladung zu Ausstellung bietet eine Vorschau auf die unterschiedlichen Loops, die produziert wurden.  </p>

<p>Im ersten Saal finden sich drei kreisrunde Lautsprecher, auf denen drei verschiedene Loops laufen. Jeder dieser Lautsprecher generiert ein Klangfeld, dessen Intensität umso stärker ist, desto näher man ihm kommt. Die Überlagerung von Ton findet so zwischen den Boxen, sowie zwischen den Räumen statt. Richtlautsprecher im Saal 2 füllen den Raum mit zwei weiteren Loops während man im nächsten Raum in eine intimere Atmosphäre übergeht. Vier Loops im Saal 4 und einer im letzten Saal der Kunsthalle schliessen die Schleife und eröffnen sie. Die Ausstellung ist nicht wie ein Album aufgebaut, das von Anfang bis Ende läuft. Jeder der Räume und jeder der Loops kann Anfang und Ende der Arbeit Weinbergers sein. Der Betrachter bzw. Zuhörer ist es, der bestimmt wie lange er in einem Raum, bei einem Loop oder einer Position zwischen zweien oder mehreren Loops verweilt. Er mischt sich seinen eigene Track und kreiert seine persönliche Arbeit Weinbergers. Die Loops sind stets in einer Tonalität komponiert, in welcher Dur und Moll harmonieren. Jede Grundform der Harmonie entwickelt sich zu einer Klanggestalt und leitet die nächste Harmonie ein. Dadurch entsteht das Gefühl einer in sich ruhigen Grundstimmung der Gesamtkomposition bzw. einem einfachen Zusammenspiel von Elementen. Es geht hier viel weniger um die Entwicklung eines tanzbares Beat wie beispielsweise in der elektronischen Musik. Vielmehr drehen sich die verschiedenen Spuren von sog. Drum-Kits, Percussions, Bass’, Grand Pianos, Synthis und Strings um die Idee einer allgemeingültigen Komposition.  </p>

<p>Hannah Weinberger komponiert mit Hilfe von Programmen, die einer Vielzahl ihrer Generation zur Verfügung stehen. Die Einspielung von Live-Musik oder Gesang fällt bei <em>When You Leave, Walk Out Backwards, So I’ll Think You’re Walking In</em> weg. Vielmehr eignet sie sich Elemente an, die von Audio-Programmen vorgegeben werden und deren Rekombination Sache des Benutzers ist. Aneignung, Rekombination, Wiederholung werden zu essentiellen Elementen dieser Arbeit. Und dies nicht nur basierend auf der Praxis Weinbergers sondern auch auf der Wahrnehmung des Betrachters, welcher vollkommen automatisch die Arbeit re-kombiniert wahrnimmt. Hinsichtlich der Einteilung von Musik in Genres lässt sich <em>When You Leave, Walk Out Backwards, So I’ll Think You’re Walking In</em> wohl am ehesten als Ambient bezeichnen, einer Variante elektronischer Musik, die dominiert wird von sanften und langgezogenen Klängen. Minimalistische Beats und Einschübe von World Music finden sich parallel zu anderen Varianten die hier konstant im 4/4 Takt bei einem Tempo von 80 bis 140 bpm (Beats per minute) laufen.   </p>

<p>Am Ende der Ausstellung bleibt, was der Titel <em>When You Leave, Walk Out Backwards, So I’ll Think You’re Walking In</em> auf poetisch, melancholische Weises vorwegnimmt. Die Arbeit umgibt jeden der sich in der Ausstellung befindet und jeder nimmt das mit, was er persönlich erfährt. Musikalische Elemente wie Playback, Wiederholungen und Überlagerungen spielen mit der Wahrnehmung. So lösen sich die Grenzen der Räume auf, die bei Hannah Weinbergers Arbeit kaum visuellen Input bieten. Die Fassbarkeit der Ausstellung wird zu einem Soundtrack der unterbewusst erhalten bleibt.</p>

<p>Die Ausstellung wird grosszügig unterstützt von <strong>george foundation</strong>.</p>

<p><strong>Hannah Weinberger</strong> (geboren 1988 in Filderstadt/D) lebt und arbeitet in Basel und Zürich/CH. Weinberger studierte von 2007 bis 2010 Mediale Künste  an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie 2010 ihren BFA Abschluss machte. Momentan beendet sie ihren MFA Abschluss an der Zürcher Hochschule der Künste. In 2010 erhielt sie den Reise-Preis der Regionale ´11 in Basel. Hannah Weinberger ist zusammen mit Tenzing Barshee, Nikola Dietrich und Scott Cameron Weaver Gründungsmitglied des Projektraumes Elaine Mgk im Hof des Museum für Gegenwartskunst Basel.
<strong>Gruppenausstellungen (Auswahl):</strong> <em>Inside/Outside: Dressing the Monument Opening Reception</em>, Lynden Sculpture Park, Milwaukee (2011); <em>Group Affinity</em>, Kunstverein München (2011); <em>Corso Multisala</em>, Kunsthal Charlottenborg, Kopenhagen (2011); <em>Magical &#38;amp; Poetical Structures</em>, Alte Fabrik, Rapperswil (2011); <em>The Village Cry</em>, Kunsthalle Basel (2010); <em>SLIP SNIP TRIP</em>, Karma International, Zürich (2010); <em>Of Objects, Fields, and Mirrors</em>, Kunsthaus Glarus (2010);  <em>Bridges &#38;amp; Tunnels</em>, kuratiert von New Jerseyy, Hard Hat, Genf (2009); <em>FILE RIO</em>, Oi Futuro Cultural Center, Rio de Janeiro (2009); <em>The World Is Our Culture</em>, ZHdK, Zürich (2008); <em>Shift</em> (Electronic Arts) Festival, Basel (2008); <em>FILE – Electronic Language</em> International Festival, Sao Paulo (2008). <strong>Performances (Auswahl):</strong> <em>Forming-Storming-Norming-Performing</em>, Kunstverein München (2011); Kunsthal Charlottenborg, Kopenhagen (2011); <em>PASSAGE(S)</em>, Theatre de L‘Usine, Genf (2011); <em>Jam Session</em>, Museumsnacht, Kunsthalle Basel (2011); <em>Regionales Konzert</em>, The Village Cry, Kunsthalle Basel (2010); <em>Transdisziplinäres Konzert</em>, ZHdK, Zürich (2010); <em>Interdisziplinäres Konzert</em>, ZHdK, Zürich (2009).</p>
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