Yngve Holen

VERTICALSEAT

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Ausstellungstext und Veranstaltungen(PDF)
Pressebilder (ZIP)

Gewaltig unter Druck, Basler Zeitung (05/2016)
Wenn Maschinen hassen, art – Das Kunstmagazin (07/2016)
Critics‘ Picks, artforum International (07/2016)
Around Town: Basel, Frieze (07/2016)
Hi Machine!, Kunstkritikk (08/2016)
Eine Bildgeschichte der Ökonomie, Kunstforum International (08/2016)

Der menschliche Körper, so wird oft gesagt, sei in Yngve Holens (geb. 1982) Werk auffallend abwesend. Sein ganzes Oeuvre jedoch ist durchzogen vom Einfluss des Körpers mit all seiner Subjektivität, seinem Durcheinander und seinen Verflechtungen mit unserer auf Verbrauch ausgerichteten Kultur. Das zeigt sich in Holens beharrlicher Auseinandersetzung mit technologischen Entwicklungen, die unseren Alltag dominieren, vom Transportmittel über die Schönheitschirurgie bis hin zu Lebensmitteln. In seiner bislang grössten institutionellen Ausstellung VERTICALSEAT wird der Norwegisch-Deutsche Künstler eine Reihe an neuen Arbeiten vorstellen, die genau diese Themen aufgreifen. Die Skulpturen enthüllen bizarre Materialien und verkörpern so die Faszination für alltägliche Gegenstände: Mundgeblasene, talismanähnliche Glasscheiben in Form von Boeing-Dreamliner-Flugzeugfenstern, in Massenproduktion hergestellte Absperrungen, leuchtende Autobus-Scheinwerfer mit fast menschlichen Zügen, und sogar das ultimative Wunschobjekt einer sich nach Luxus und Geschwindigkeit sehnenden Kleinfamilie, der Porsche Panamera. Für die Ausstellung werden Industrieprodukte – unmenschlich kalt in ihrem futuristischen Glanz – aufgeschnitten oder so präsentiert, dass die Frage entsteht, wie Menschen und das von ihnen Geschaffene sich in einer Zeit der technischen Beschleunigung gegenseitig neu konfigurieren. Die Ausstellung aus zahlreichen grösseren Neuproduktionen und einer Zusammenarbeit mit Aedrhlsomrs Othryutupt Lauecehrofn (geb. 1986) betont die verschiedenen Denkansätze Holens, bezüglich Alltagsobjekten und den abwesenden, jedoch stets implizierten Menschen, die sie benutzen.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung der LUMA Foundation. Realisiert mithilfe einer Produktionsförderung und dem technischen Fachwissen der Lafayette Anticipation, Fondation d’entreprise Galeries Lafayette. Weitere Unterstützung erhielt die Ausstellung von der Gaia Art Foundation, dem Office for Contemporary Art Norway und der Royal Norwegian Embassy, Bern.