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Kunsthalle Basel präsentiert: “Une Ville à Chandigarh” von Alain Tanner

30. März 2010, 20:00

Im Zusammenhang mit der Ausstellung “Nasreen Mohamedi. Notes” zeigt die Kunsthalle Basel im STADTKINO BASEL:

Une Ville à Chandigarh von Alain Tanner

Indien/CH 1966
Dauer: 54’
In englischer Sprache

1947 wurden Indien und Pakistan aus dem britischen Kolonialreich in die Selbständigkeit entlassen, was mit einer neuen Grenzziehung zwischen beiden Staaten verbunden war. Lahore, die Hauptstadt im Nordwesten Indiens, fiel an Pakistan, worauf Indien für den Punjab die Errichtung eines neuen Regierungssitzes beschloss. Als Standort wählte man ein Gelände am Fuße des Himalaya in direkter Nachbarschaft zum Dorf Chandigarh, dessen Namen man auf die neue Stadt übertrug. Der frisch ernannte Präsident Nehru wollte ein zukunftsträchtiges Symbol erschaffen: aus dem Nichts sollte eine neue Hauptstadt erwachsen und eine perfekte Harmonie zwischen Technologie, Natur und Mensch darstellen. Dies als Ausdruck für das Vertrauen des Landes in die Zukunft. Der Architekt Albert Mayer wurde mit dem Projekt beauftragt und begann zusammen mit dem Architekten Matthew Nowicki die neue Hauptstadt zu planen. Ab 1950 war der Schweizer Architekt Le Corbusier für die Gesamtplanung verantwortlich. Ein Jahr nach dem Tod Le Corbusiers drehte Alain Tanner den Film „Une Ville à Chandigarh“. Zu diesem Zeitpunkt war manches noch im Bau oder erst in Planung, doch lebten bereits 120’000 Einwohner in der neuen Metropole. Die Impressionen aus dieser Stadt sind in langen Einstellungen eingefangen. Der Film wird kommentiert vom britischen Schriftsteller John Berger.

Alain Tanner wurde 1929 in Genf geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Genf. 1955 begann er, am britischen Kinoinstitut in England zu arbeiten. 1957 machte er seinen ersten Film „Nice Time“, in Zusammenarbeit mit Claude Goretta. Der Film gewann im selben Jahr einen Preis am Filmfestival von Venedig. 1960 kam er in die Schweiz zurück, nachdem er in Frankreich bei der Produktion von einigen kommerziellen Filmen assistiert hatte, und verwirklichte mehrere Dokumentar- und Fernsehfilme. Sein erster grosser Spielfilm „Charles – tot oder lebendig“ von 1969 gewann den Ersten Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Locarno desselben Jahres.

Ort: STADTKINO BASEL (Klostergasse 5)
Eintritt: 12.-/Für Mitglieder des Basler Kunstvereins 6.-
Im Anschluss Bar